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1

Saturday, January 23rd 2010, 2:27pm

Mit Bäumen sprechen

Ich wohne inmitten von Bäumen. Es ist wunderbar Bäume zu berühren, den Duft von Harz und feuchtem Holz einzuatmen und zu horchen, was er dir erzählt.
Die Vögel leisten mir Gesellschaft und so beginnt ein neuer guter Tag. Bäume lassen Kraft in dich einfliessen, wenn du es zulässt.
Kindliche Gefühle? Na und? ist doch schön, dass wir die haben dürfen. Spielen ist doch das Wunderwunderschönste auf der Welt! Weisst du nicht mehr? Als du noch mit allen Tieren, Blumen, Bäumen, Elfen und sonstigen Geistern gesprochen hast? Alle Kinder tun das und alle Kinder können das, bis zu dem Zeitpunkt, wo wir erzogen werden. Heute bist du frei, dich wieder umzuerziehen! :)
Was bedeutet für dich ein Baum? Hast du schon mal einen Baum in deiner Umarmung gehabt?
Liebevolle Grüsse
Ursula

Lilli

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2

Sunday, January 24th 2010, 1:23am

Ich liebe Bäume, sie geben mir Kraft

Liebe Ursula!
Ich kann gar nicht mehr zählen, wie viele Bäume ich schon in meinen Armen hielt.
Das Berühren und Fühlen der unterschiedlichen Rinden und Borken, mal glatt und kühl, mal samtig warm, mal hart und knorrig,
lass ich ganz lange auf mich einwirken, bis ich den Puls fühle - es ist mein eigener - oder doch nicht - es ist unser gemeinsamer -
es ist ein kraftvolles Gefühl. Ja, ich lege meine Hände in die Wunden und streichle die Narben der Bäume, als könnte ich den
Schmerz stillen.

Wie wir wissen, bereitet Wachsen Schmerzen. Wie ist es mit den Bäumen- wie groß ist der Schmerz, wenn die Rinde und Borke
aufbricht beim Wachsen von Jahresring zu Jahresring?

Besondere Demut empfinde ich, wenn ich vor Bäumen stehe, die mehrere Hundert Jahre alt sind. Ich kann es gar nicht
anders ausdrücken, so sehr beeindrucken solche Bäume mich, z.B. ein Ginkgo hier im Rhein-Sieg-Kreis, was mich total verblüffte.

Meine Baumform entspricht der Form einer Buche - kräftiger Stamm - kreisförmig weit verwurzelt - mit einer majestätischen
Baumkrone, die von einem stark ausladenden Geäst getragen wird.

Ein Baum bedeutet für mich Kraft, Leben, Standfestigkeit, Sicherheit, Halt, Schutz, Geborgenheit und Ehrfurcht!

Ja und was ich den Bäumen erzähle und sie mir, das bleibt unser Geheimnis! :love:

Liebe Grüße
Lilli

Farah

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3

Sunday, January 24th 2010, 8:52am

Hallo liebe Lilli
du hast deine Liebe zu den Bäumen ent-deckt. Bäume erzählen uns viel über die Natur, wenn wir ihnen zuhören. Ich freue mich für dich, dass du so schöne Erlebnisse erfahren darfst. Was du als Geheimnis bezeichnest ist das, was die Indianer Medizin nennen. Da jedes Wesen einzigartig ist, ist auch diese Medizin einzigartig und nur für dich bestimmt. Deshalb können wir mit Medizin die für uns gut ist, nicht andere Menschen heilen. Wir können nur unsere Erfahrungen mit anderen teilen. Jede Seele braucht ihre ganz eigene spezielle Medizin und wo finden wir die auf Mutter Erde? Ganz genau: in der Natur.
Farah findet ihre Medizin in allen Elementen.
Hast du auch schon Erfahrungen mit dem Wind gemacht?
In Liebe
Farah

Michèle

Spirit of Animals

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4

Thursday, January 28th 2010, 12:19pm

In Resonanz mit einem Zapfen der Föhre

In meiner Ausbildung zur Tierkommunikatorin hatten wir die Aufgabe, etwas aus der Natur mitzubringen. Auf dem Spaziergang fand ich einen Zapfen einer Föhre. Ich habe mich im Unterricht in Resonanz mit diesem Zapfen geschwungen, gefühlt und gehorcht, das war die Übung die mir aufgegeben wurde.

Die Föhre hat mir durch ihre Zapfen stellvertretend für alle Bäume gezeigt:
wie schön es ist, wenn der Wind bläst: das sanfte Wiegen der hohen Stämme, das Knarren des Holzes, das Rascheln des Laubes und der Nadeln.
wie sie mit ihrem Samen Nahrung gibt an Vögel, Eichhörnchen, aber auch Tiere die am Boden leben wie Rehe und Hasen.
Sie selber zeigte mir
das leise und langsame Absterben durch den Frass des Borkenkäfers.
das leise und langsame Aussterben, wenn sich nicht bald etwas im natürlichen Gleichgewicht verändert.

Die Föhre sagt zu mir:
Ich finde es schön, dir zuzuschauen und auch deine Energie zu spüren, wenn du in den Wald gehst und die Bäume umarmst. Dies ist ein Energieaustausch und nicht nur ein Energietanken für dich. Ich würde es sehr schön finden, wenn noch mehr Menschen diesen Energieaustausch mit uns geniessen würden.


Alles Liebe wünscht euch
Michèle
Wir müssen selbst die Veränderung sein,
die wir in der Welt sehen wollen.
(Mahatma Gandhi) :)

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5

Friday, January 29th 2010, 8:53am

Bäume - unsere nächsten Verwandten

Wenn ich mich so auf Eure Fährten begebe, habe ich herrliche, inspiriende Gerüche und Ahnungen in meiner Nase. Mein Kraftbruder, der Braunbär, erzählt mir öfters von den Menschenkindern, die inzwischen gelernt haben, mit ihren nächsten spirituellen Verwandten, den Bäumen, Kontakt aufzunehmen. Manche umarmen sie, manche ehren sie als Mittelpunkt für die Zeremonie des "Blühenden Baumes", andere wiederum als Stütze für ihren Rücken, wenn sie, in den Himmelsrichtungen sitzend, ihre Fragen an das Universum, ihre Ahnen oder an die Großmutter Erde stellen und auf Antwort warten. Andere sprechen mit ihnen, um ihnen zu erklären, dass sie ihnen jetzt schon für ihr ganz spezielles Geschenk danken: als Heizholz für Wärme zu sorgen, als Möbelholz zum Sitzen oder um Sachen zu verstauen......... Sie lassem dem "kleinen Volk" Tabakgeschenke da, und bitten den Baumengel, sich ein anderes Quatier zu suchen. Erst am nächsten Tag wird der Baum gefällt und ihm nochmals achtungsvoll gedankt. Diese besonderen Menschenkinder sind die Basis für Hoffnung, Weiterentwicklung und .... sie sind das Salz der Erde....
So sei es
White swimming bear

Anneliese

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6

Sunday, January 31st 2010, 10:51pm

Grüß euch zusammen,

mich würde interessieren wie ihr mit Bäumen und Sträucher umgeht/umgehen würdet bevor ihr sie zuschneiden würdet.
Wir haben einen Schrebergarten mit Obstbäumen und Sträuchern die regelmäßig zugeschnitten werden müssen.
Momentan hab ich das Gefühl dass ich am liebsten keine Gartenschere mehr zur Hand nehmen möchte. Aber alles - ob Rosen oder Haselnußsträucher, Bäume oder Flieder, die Hecke oder Buchs - alles muss ja irgendwie gepflegt und geschnitten werden.
Wie geht ihr damit um?

Neugierige Grüße
Anneliese

Michèle

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7

Monday, February 1st 2010, 6:50pm

Bäume und Sträucher schneiden

Liebe Anneliese
Ich frage meine Pflanzen immer, ob sie geschnitten werden möchten. Bäume und Sträucher müssen nicht geschnitten werden, das ist etwas was im Kopf des Menschen ist. Meine Nachbarin sagte mir einmal, ich müsse jedes Jahr meine Erikastauden zurückschneiden :?: (was ich natürlich nicht tue). Nun sag mir liebe Anneliese, wer schneidet die Erikastauden in freier Wildbahn zurück? Niemand und die Planzen wachsen dort wunderbar. Mein Zwetschgenbaum möchte zwischendurch geschnitten werden, aber nur so alle 3 Jahre. Seit wir ihn im Jahr 2003 gesetzt haben, haben wir ihn erst zweimal geschnitten. Er trägt jedes Jahr Früchte, halt nicht so grosse.
Die Sträucher werden von uns nicht geschnitten. Müsste dies einmal der Fall sein, weil sie gegen die Quartierstrasse hinaus wachsen, würde ich sie und ihre Bewohner in einer Kommunikation darauf vorbereiten.
Was meine Nachbarn über mich und meine Gartenhege denken, ist mir egal. Unsere Pflanzen und Tiere sind mir viel wichtiger, als was Nachbarn über mich denken. :D
Alles Liebe wünscht dir
Michèle
Wir müssen selbst die Veränderung sein,
die wir in der Welt sehen wollen.
(Mahatma Gandhi) :)

Anneliese

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8

Monday, February 1st 2010, 9:21pm

Bäume und Sträucher schneiden

Liebe Michele,

hast Du nicht manchmal das Gefühl dass Du sie 'auslichten' müsstest, dass sie mehr Licht brauchen weil sonst Teile verkümmern? Wenn ich unseren Apfelbaum ansehe dessen Zweige manchmal schräg übereinander wachsen und aneinander reiben, sich gegenseitig behindern oder runterdrücken - ich weiß nicht ob es für ihn nicht angenehmer ist wenn ich dann etwas zuschneide.

Ich frage meine Pflanzen immer, ob sie geschnitten werden möchten.

Tja, aber da muss ich erst hören/spüren können was sie mir antworten ?( Ich weiß nicht ob ich dazu fähig bin! :(

Nun sag mir liebe Anneliese, wer schneidet die Erikastauden in freier Wildbahn zurück?
Natürlich niemand :) Aber ist es deshalb 'automatisch' für die Pflanzen 'richtiger' sie nicht zuzuschneiden?
Manchmal wenn ich im Wald spazierengehe und Bäume sehe deren Äste abgestorben sind, hab ich das Gefühl dass ich ihnen diese abgestorbenen Äste entfernen sollte weil sie sie mehr behindern, ja ihnen fast weh tun. Aber ob ich es wirklich spüre wie es ihnen geht und was für sie gut ist? Hm, da bin ich mir überhaupt nicht sicher.
Ich möchte das Zuschneiden gerne mit der Erziehung von uns Menschen vergleichen. Ich hab grade das Bild vor Augen von einem kleinen Kind. Ein Kind das einfach 'wachsen' darf, dem keine Grenzen gesetzt werden, das einfach sein darf wie es ist. Würde es sich frei entfalten oder braucht es für seine Entwicklung auch das Aufzeigen von Grenzen etc.? Wäre es glücklicher wenn es einfach sein darf oder braucht es auch 'Reibungsflächen' - auch mal mit einem 'Zurechtstutzen' verbunden - um sich erfahren zu können?

Ja, es wäre schön wenn ich spüren könnte was die Pflanzen brauchen. Kann man es 'lernen'? Kann man sich irgendwie sensibel dafür machen?

Lieben Gruß
Anneliese

Michèle

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9

Wednesday, February 3rd 2010, 9:07pm

Bäume und Sträucher schneiden

Liebe Anneliese

Quoted

Tja, aber da muss ich erst hören/spüren können was sie mir antworten Ich weiß nicht ob ich dazu fähig bin!

Die telepathische Kommunikation ist in uns Menschen drin und muss nur wieder geweckt werden. Ich habe diese „Sprache“ über die Tierkommunikation gelernt.

Quoted

Manchmal wenn ich im Wald spazieren gehe und Bäume sehe deren Äste abgestorben sind, hab ich das Gefühl dass ich ihnen diese abgestorbenen Äste entfernen sollte weil sie sie mehr behindern, ja ihnen fast weh tun.

Schmerzen tun die abgestorbenen Äste nicht mehr. Diese entferne ich natürlich bei meinen Pflanzen im Garten auch.

Quoted

Ich möchte das Zuschneiden gerne mit der Erziehung von uns Menschen vergleichen.

Ob man das Pflanzen schneiden mit der „Erziehung“ vergleichen kann... :?: Wäre auch eine Frage, welche an die Pflanzen gestellt werden könnte. Aus dem Bauch heraus würde ich nein sagen. Äste sind etwas Lebendiges. Wenn man einem Kind Grenzen aufzeigt, geht man dabei auch nicht ans Lebendige.

Wenn du keine andere Möglichkeit als das Zurückschneiden siehst, könntest du die Pflanzen fragen, was du mit ihren abgeschnittenen Ästen tun sollst und wann für die Pflanze der richtige Zeitpunkt zum Äste zurückschneiden ist.

Du wirst für dich und deine Pflanzen bestimmt den richtigen Weg finden.

Alles Liebe wünscht dir
Michèle
Wir müssen selbst die Veränderung sein,
die wir in der Welt sehen wollen.
(Mahatma Gandhi) :)

Anneliese

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10

Wednesday, February 3rd 2010, 9:32pm

Liebe Michele,

Ob man das Pflanzen schneiden mit der „Erziehung“ vergleichen kann... Wäre auch eine Frage, welche an die Pflanzen gestellt werden könnte. Aus dem Bauch heraus würde ich nein sagen. Äste sind etwas Lebendiges. Wenn man einem Kind Grenzen aufzeigt, geht man dabei auch nicht ans Lebendige.
Ich frag mich grade ob ich, je nachdem wie und welche Grenzen ich einem Kind aufzeige, nicht zB manchmal seine Seele begrenze, verletze?
Klar schneide ich dem Kind körperlich nichts ab, aber wenn ich seelisch etwas 'abschneide', ist das nicht noch schlimmer?

Mir wurden als Kind Grenzen gesetzt indem ich immer auf Andere Rücksicht nehmen sollte, manchmal einfach nicht sein durfte wie ich war damit ja die Nachbarn nicht motzen konnten, damit ich ja nicht aneckte usw. Aber es nahm mir ein Stück Lebendigkeit :(

Lieben Gruß
Anneliese

Michèle

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11

Thursday, February 4th 2010, 5:23am

Bäume und Sträucher schneiden

Liebe Anneliese
Ja, das passiert in der Kindererziehung wohl sehr oft, dass die Seele bei den Kindern verletzt wird. Und genau so ist es bei Pflanzen und Tieren. Sie besitzen ebenfalls eine Seele. Und bei ihnen handelt Mensch noch viel mehr gedankenlos.
Du hast dir die Antwort auf deine Gartenarbeiten eigentlich gleich selber geben, oder?
Ich wünsche dir viele schöne Momente mit deinen Pflanzen.
Alles Liebe wünscht dir
Michèle
Wir müssen selbst die Veränderung sein,
die wir in der Welt sehen wollen.
(Mahatma Gandhi) :)

Anneliese

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12

Thursday, February 4th 2010, 7:42am

Du hast dir die Antwort auf deine Gartenarbeiten eigentlich gleich selber geben, oder?

Liebe Michele,

Na ja, noch keine Antwort die sich 'rund' anfühlt. :(
Kinder/Menschen allgemein brauchen doch Grenzen oder Regeln, damit das Zusammenleben funktionieren kann. Angenommen ein Kind nimmt anderen immer alles weg, macht sich damit 'breit' und läßt den Andern keinen Raum, dann setze ich dem Kind Grenzen um auch den Anderen Raum zu geben.
Ich seh es zb bei meinen Handballkindern. Manche würden am liebsten den Ball gar nicht abspielen, nur immer selbst aufs Tor werfen usw. Damit nehmen sie aber den anderen Kindern auch den Raum dass diese sich/ihre handballerischen Fähigkeiten entfalten können. Da liegt es an mir einzugreifen, jedem Kind den Raum zu geben den es braucht um sich entwickeln zu können. Aber um ihnen gerecht zu werden, den einen nicht zu sehr zu 'beschneiden' indem ich ihn ständig auffordere "spiel doch ab", den Anderen aber nicht immer nur 'den Weg ebnen' sondern ihm auch zuzutrauen dass er sich selbst Raum verschaffen kann - tja, das empfinde ich als ziemliche Gratwanderung.
Und je nachdem wie ich selbst drauf bin, gelingt es mir mehr oder weniger 'objektiv' zu bleiben, mich nicht über den 'Ellbogentyp' zu ärgern nur weil er mich vielleicht grade an etwas Erlebten erinnert.

Genauso denke ich, ist es bei Pflanzen. Wenn manche Pflanzen im Garten den anderen Pflanzen keinen Raum mehr lassen muss ich sie fast eingrenzen indem ich sie zuschneide.
Ich frag mich nur grade ob ich es wirklich mache weil es für die Pflanzen passend ist, oder ob ich nicht sehr oft nur nach meinem 'Wohlfühlen/Unwohlfühlen' handle. ZB wenn es mich nervt dass mir immer ein Ast im Weg ist. Stört mich der Ast weil ich jedes Mal dran 'hängen' bleibe, schneide ich ihn ab damit endlich Ruhe ist. Stört mich der Ast und ich würde den Baum mit anderen Augen (zB als ein Wesen mit einer Seele) sehen, dann würde ich den Ast wachsen lassen und entweder beim Vorbeigehen auf ihn achten oder einen anderen Weg nehmen um dahin zu kommen wo ich hin will.

Vielen Dank für Deine Sichtweise, Deine Antwort. Sie hat mich jetzt doch dazu veranlaßt mal hinzuspüren, hinzusehen wie und warum ich wie handle.

Lieben Gruß
Anneliese

13

Thursday, February 4th 2010, 9:38am

Hallo liebe Baum-Freunde
das finde ich einen ganz schönen Ansatz: einfach mal hinsehen und hinfühlen - dem Baum die Achtsamkeit schenken die er verdient.
Vielleicht 'stört' uns ein Ast nicht einfach so, sondern er sucht Kontakt zu uns, damit wir auf den Baum oder Strauch aufmerksam werden.
Bevor ich etwas schneide, stehe ich vor den Strauch oder Baum und sehe ihn mir einfach an. Vor meinem geistigen Auge zeigt er mir dann seine Form die er haben möchte und so schneide ich wenn etwas zu schneiden ist oder ich lasse es eben, wenn er sich selber gefällt.
Gerade die Buchsbäumchen entfalten sich zu wunderbaren Formen - doch mensch wünscht Kugeln oder irgendwelche Figuren. Wenn der Künstler das zuvor mit dem Baum oder Busch abgesprochen hat, dann ist das völlig in Ordnung. Auch Büsche und Bäume wollen sich selber entwickeln. Wir würden uns und den Bäumen und überhaupt Pflanzen Grenzen setzen, wenn wir sagen würden, nicht schneiden einfach wachsen lassen was wächst. Alle Lebewesen - und da gehören die Bäume und überhaupt die Pflanzenwelt dazu - haben ihre besonderen Bedürfnisse. Die zu erforschen gehört mitunter zu den Herausforderungen einer Gärtnerin oder eines Gärtners.
Gartenarbeit ist für mich geistige Entfaltung. :)
Liebevolle Grüsse
Ursula

14

Friday, February 12th 2010, 10:21am

Hi liebe Schwester und Brüder
Indianer haben Bäume immer sehr verehrt. Holz geschnitten wurde nur, um Tipistangen zu gewinnen oder Häuser zu bauen.
Brennholz wurde gesammelt.
Wozu werden heute die edlen stolzen Bäume gefällt?

Ich lege die Feder hier nieder. Mögen sie viele aufgreifen und darüber sprechen.
Kleine Bärin

Farah

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15

Saturday, February 20th 2010, 9:37am

Bäume sind etwas Wunderbares für die Augen, für die Ohren, für die Nase, für die Hände, für den Mund ...

Ein schöner Brauch ist im Obstgarten, den Bäumen einen Baumring zu gestalten. Im Sommer wachsen dann da schöne Gräser und blühen wunderschöne Blumen - eine liebevolle Umgebung für jede Seele die hinschaut oder eben da lebt.
Ein schön gepflegter Baumring ist für den Obstbaum ein Dankeschön für seine Früchte und er wird im nächsten Jahr noch üppiger tragen :)
Die Natur lehrt uns das Prinzip: GEBEN UND NEHMEN in vollendeter Form.

In Liebe
Farah

Anneliese

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16

Saturday, February 20th 2010, 10:15am

Liebe kleine Bärin,

wenn alles was ist eine Seele besitzt, wenn alles was ist, dem Wandel unterliegt, geht dann wirklich etwas verloren zB weil ein gesunder stolzer Baum gefällt wird? Könnte es nicht auch für einen stolzen Baum schön sein/ein Sinn sein wenn aus ihm wunderschöne Musikinstrumente gemacht werden, wenn aus ihm Möbel gebaut werden mit denen man sich wohlfühlt, wenn aus ihm Papier gefertigt wird auf dem man liebevoll schreiben und zeichnen kann und und und? Sollte jeder Baum 'nur' ein Baum bleiben weil er so 'auf diese Welt' kam?
Ich denke das Wichtigste ist, dass man bei allem was man mit/aus einem Baum macht, bewusst und wertschätzend und mit Dankbarkeit handelt.

Lieben Gruß
Anneliese

17

Sunday, February 21st 2010, 12:05pm

Liebe Anneliese
wenn der Baum gefragt wurde, dann wird er glücklich sein darüber, dass er zu Möbeln, Schreibpapier, etc. verarbeitet wird, denn es war seine Entscheidung.
Es geht darum, dass wir fragen sollen.
Warum ist es heute nicht mehr möglich, dass die Bäume gefragt werden, ob sie gefällt werden wollen? Genau, weil der Mensch zuviel Holz braucht. Müsste er seine Möbel selber herstellen, dann würde er sich wieder daran erinnern, dass Bäume eine Seele haben, denn dann wäre er wieder nahe an der Natur. Verstehst du, warum die Tiere uns sagen:'Ihr Menschen seid nicht mehr verwurzelt und geerdet!' Wenn wir das wären, würden wir auf ganz viele Dinge einfach verzichten, weil wir den Schmerz dahinter erkennen könnten. Wenn du selber Gemüse anpflanzt, überlässt du dann einen Teil den Tieren? Teilst du alles mit der Natur? Ehrst du die Natur indem du aus deinem Garten nur das nimmst, was dir zusteht oder erntest du alles leer, weil mensch das tut? Hier beginnt das Geerdetsein.
Liebe Grüsse
Kleine Bärin

Anneliese

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18

Tuesday, February 23rd 2010, 6:46am

Hallo kleine Bärin,

Warum ist es heute nicht mehr möglich, dass die Bäume gefragt werden, ob sie gefällt werden wollen? Genau, weil der Mensch zuviel Holz braucht. Müsste er seine Möbel selber herstellen, dann würde er sich wieder daran erinnern, dass Bäume eine Seele haben, denn dann wäre er wieder nahe an der Natur. Verstehst du, warum die Tiere uns sagen:'Ihr Menschen seid nicht mehr verwurzelt und geerdet!' Wenn wir das wären, würden wir auf ganz viele Dinge einfach verzichten, weil wir den Schmerz dahinter erkennen könnten. Wenn du selber Gemüse anpflanzt, überlässt du dann einen Teil den Tieren? Teilst du alles mit der Natur? Ehrst du die Natur indem du aus deinem Garten nur das nimmst, was dir zusteht oder erntest du alles leer, weil mensch das tut? Hier beginnt das Geerdetsein.

Ich fühle mich irgendwie zwiegespalten. Schwer erklärbar. :( Einerseits stimme ich mit Dir überein dass ich/man sorgfältiger/achtsamer mit allem was ist umgehen könnte um dadurch wieder näher an der Natur zu sein. Andererseits hab ich das Gefühl als ob Du mit manchen Worten den Zeigefinger erhebst. Ach, ich finde nicht die richtigen Worte um es ausdrücken zu können was ich spüre :(
Ich pflanze in unserem Garten Gemüse und ich ernte normalerweise ziemlich alles was ich an Gemüse anpflanze. Ich ernte es und bin dankbar dass es gewachsen ist. Ich empfände es undankbar wenn ich es 'verrotten' lassen würde. Gerade in der Übergangszeit Herbst/Winter passiert es mir immer wieder dass mir Salat im Beet erfrierrt Und immer wieder spüre ich wie mich dann ein schlechtes Gewissen befällt, dass ich undankbar für das Geschenk Gottes und Mutter Erde bin weil ich den Salat nicht frühzeitig geerntet und damit sein Wachsen und Sein nicht wertgeschätzt habe.
Ich empfinde es undankbar wenn ich das, was mir die Natur schenkt, nicht annehme.
Mit Blumen verhält es sich etwas anders. Sie muss ich nicht 'ernten'. An ihnen erfreue ich mich - ob in der Vase oder im Garten. Aber Gemüse zB hat für mich den Sinn dass es mich/Menschen/Tiere ernährt.
Ich hab grade den Gedanken im Kopf wie ich mich fühlen würde wenn ich zB eine Karotte (Gelbe Rübe, Möhre) wäre. Als kleiner Samen komme ich in die Erde. Man pflegt und hegt mich, man gießt mich und ich wachse, ich werde von Tag zu Tag größer. Ich freue mich an meinem Sein, ich freue mich darauf Menschen/Tieren etwas von mir geben zu können. So wachse ich vor mich hin. Ich genieße den Frühling, den Sommer, den Herbst. Aber langsam wird es kälter. Ich spüre wie die Kälte in meine Wurzel eindringt, ich spüre wie ich immer mehr erfriere und Traurigkeit steigt in mir hoch. Traurigkeit weil man mich nicht geerntet hat als ich noch eßbar war, Traurigkeit weil man mich zwar angesät hat, aber dann verschmäht hat. Traurigkeit weil ich die Aufgabe/den Sinn meines Lebens - für andere Lebewesen Nahrung zu sein - nicht erfüllen konnte. Ich werde wieder zur Erde ohne dass ich anderen dienen konnte, etwas von mir geben konnte. Das stimmt mich traurig.

Hm, die Vorstellung nicht dienen zu können, nicht anderen etwas geben zu können, nicht meine Aufgabe erfüllen zu können - egal ob als Mensch, Tier oder Pflanze - stimmt mich doch etwas nachdenklich und traurig.
Wenn ich mein Sein nun mit der Karotte vergleiche, wenn ich niemanden etwas geben könnte, niemanden 'dienen' könnte, hätte mein Leben dann einen Sinn? Möchte ich wirklich leben um zu wachsen, Fähigkeiten in mir spüren können aber sie nicht zum Ausdruck bringen können weil sie niemand will/braucht? So wie niemand diese Karotte will/braucht?

Was schmerzt? Wie kann ich wissen was wirklich schmerzt? Vielleicht ist es für die Karotte schlimmer nicht gegessen zu werden als sie schön, stark und kräftig war?

Lieben Gruß
Anneliese

Michèle

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19

Tuesday, February 23rd 2010, 6:24pm

Liebe Anneliese
Kleine Bärin erhebt nicht den Zeigefinger, kleine Bärin versucht den Menschen Mutter Erde mit ihren Lebewesen als Ganzes, als Einheit zu zeigen. Viele Menschen haben das (leider) vergessen. Dem Boden wird alles abverlangt, Kleinstlebewesen werden mit Pestiziden getötet und unsere Böden sind fast alle überdüngt, auch in den Kleingärten/Schrebergärten.
Wenn du Gemüse „verrotten“ lässt, geht es wieder zurück in den natürlichen Kreislauf. Es bietet natürliche Nahrung für Mutter Erde mit ihren Kleinstlebewesen, welche vom Menschen oft despektierlich Ungeziefer genannt werden.
Kleine Bärin meint mit teilen, dass wir auch etwas von unserer Ernte Mutter Erde, einer Schnecke, einer Schmetterlingsraupe oder den Lebewesen unter dem Boden zurückgeben dürfen. Die Gemüsepflanzen aber auch Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher sind gerne Nahrung für alle, das wirst du erkennen, wenn du einmal mit ihnen kommunizierst.
Mutter Erde ist nicht nur für uns Menschen und für unsere Ernte da, Mutter Erde ist für alle Lebewesen da.
Im Jahre 2002 haben wir unser Haus gebaut. Auf dem Teil meines heutigen Gemüsegartens haben die Handwerker „gewütet“. Sie haben ihre Arbeit getan, ich weiss. Aber da standen Bagger, die Maler haben ihre Kessel dort gewaschen und das giftige Wasser in die Erde laufen lassen. Alles was irgendwie unter dem Boden lebte, war nicht mehr. Im ersten Jahr habe ich nichts anderes getan, als Gemüse angebaut und es einfach stehen lassen. Das war die beste „Renaturierung“ für den Anfang. Bei mir wird absolut kein Gift gespritzt und es werden keine Schneckenkörner gestreut. Langsam kommt in meinem Garten das natürliche Gleichgewicht. Nützlinge ernähren sich von den so genannten Schädlingen. Das sind sie nämlich gar nicht. Sie sind einfach Nahrung für ein anderes Lebewesen. Mein Zwetschgenbaum trägt genug Früchte für uns, auch wenn ich ihn nicht mit Gift spritze. Da haben auch die Vespen etwas davon oder manchmal hat eine Frucht ein Würmchen. Das Würmchen ernährt wieder einen Vogel...
In meinem Garten pflanze ich auch immer Fenchel extra für die Raupen des Schwalbenschwanzes. Ich lasse immer ein paar Pflanzen stehen, der Fenchel fängt dann an zu blühen und letzten Herbst habe ich ihn einfach stehen lassen, weil sich eine Raupe am Fenchel verpuppt hat. Der Fenchel steht immer noch. Der ganze Dachschnee ist rundherum heruntergefallen. Das sind für mich die kleinen Wunder der Natur. ^^ Das ist der natürliche Kreislauf. Du brauchst also kein "schlechtes Gewissen" (wer hat dir das eingeredet?) zu haben, wenn du Mutter Erde eine Karotte zurückgibst.
Alles Liebe wünscht dir
Michèle
PS: Auch Salat kann blühen :)
PSPS: Mir ist es egal, was meine Nachbarn über meinen Garten denken :D
Wir müssen selbst die Veränderung sein,
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(Mahatma Gandhi) :)

Anneliese

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Tuesday, February 23rd 2010, 10:10pm

Liebe Michèle,

zuerst mal: Ein schlechtes Gewissen eingeredet hat mir - denke ich - niemand. Es ist eher eine gewisse Ehrfurcht und Dankbarkeit.
Meine Eltern wuchsen während des zweiten Weltkriegs auf. Sie mussten viele Entbehrungen erleben, Hunger und manches mehr. Sie waren dankbar für frisches Obst und Gemüse und deshalb war es für sie unvorstellbar zB Gemüse wegzuwerfen oder im Beet auswachsen und verkümmern zu lassen. Ist es verständlich was ich ausdrücken möchte? Für sie war eine Karotte wertvoll, bedeutete sie Essen, satt werden, bedeutete sie Leben. Nicht alles zu ernten hätte bedeutet dass sie dann hungern hätten müssen. Deshalb waren sie dankbar für alles was Mutter Erde für sie bereithielt. Und mit dieser Dankbarkeit und Wertschätzung für alles was wächst wurde ich erzogen.

Wir bewirtschaften einen Schrebergarten. Wir benutzen keine Chemikalien, wir kompostieren Gartenabfälle und führen sie Mutter Erde wieder zu. Eidechsen, Libellen, Bienen, Frösche, Blaumeisen, Molche, Regenwürmer und viele Tiere mehr tummeln sich in unserem Garten. Die Amseln bekommen Kirschen ab, die Eichhörnchen sammeln die meisten unserer Haselnüsse usw. und es ist gut so wie es ist. Ab und zu wächst auch ein Salat aus. Aber absichtlich zB einen Salat stehen zu lassen? Das ist ein sehr gewöhnungsbedürftiger Gedanke für mich.

Herzlichen Gruß
Anneliese

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